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Gastroenterologie

Magenspiegelung

ÖSOPHAGO-GASTRO-DUODENOSKOPIE 
ODER AUCH KURZ GASTROSKOPIE

Eine Ösophago- Gastro- Duodenoskopie ist eine Untersuchung der Speiseröhre (Ösophago-), des Magens (Gastro-) und des Zwölffingerdarms (Duodenum). Sie wird normalerweise ambulant durchgeführt und dauert nur wenige Minuten.

Die Magenspiegelung wird eingesetzt, um ungeklärte Beschwerden des Oberbauches oder des Brustkorbes abzuklären wie beispielsweise: Sodbrennen, Schluckstörungen, Schluckauf/Aufstoßen, Oberbauchschmerzen, Erbrechen, Durchfälle, Übelkeit, ungeklärte Blutarmut, ungeklärter Gewichtsverlust.

Gastroskopien dienen außerdem der Kontrolle chronischer Magenschleimhautentzündungen oder Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüren.

Wenn bei unseren Patienten eine solche Untersuchung ansteht, erhalten sie auf Wunsch ein beruhigendes und schläfrig machendes Medikament, damit sie von der eigentlichen Untersuchung nichts mitbekommen und diese buchstäblich „verschlafen“. Allerdings dürfen sie danach bis zu 24 Stunden nicht selbst Autofahren oder Maschinen bedienen. Aus juristischen Gründen sollten sie auch auch keine Vertragsgeschäfte tätigen.

Grundsätzlich muss bei der Einnahme von Medikamenten mit dem behandelnden Arzt Rücksprache gehalten werden.

Nach der Magenspiegelung bleibt der Patient noch ungefähr 15 Minuten in einem überwachten Ruheraum, bis er wieder ganz wach ist.

Die Untersuchung

Während der Untersuchung liegt der Patient auf der linken Seite und nimmt einen Beißring zwischen die Zähne. Durch diesen Beißring wird das flexible Endoskop in der Mund eingeführt, und der Patient schluckt das Gerät hinunter. Für die Magenspiegelung benutzen wir ein sehr biegsames, etwa 1,2 Meter langes und cirka ein Zentimeter dickes und mit Kunststoff ummanteltes Gerät - das Endoskop oder auch Gastroskop. Es ist an der Spitze mit einer Kamera versehen und verfügt über eine Spül- und Absaugvorrichtung und einen Arbeitskanal. Über diesen können Instrumente eingeführt werden, wenn z. B. eine Gewebeprobe entnommen werden muss. Die eingebaute Minikamera überträgt die Untersuchung auf einen Monitor; ein Videosystem zeichnet sie auf.

Vor der Untersuchung darf der Patient mindestens 8 Stunden nichts mehr essen und trinken, damit der Magen frei von Nahrungsresten ist. Sonst ist der Blick auf die Magenschleimhäute versperrt und es besteht die Gefahr, dass er Speisereste erbricht.

Medikamente sollten nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Das Gastroskop wird über den Mund durch die Speiseröhre und den Magen in den oberen Zwölffingerdarm eingeführt. Er ist der tiefste Punkt, der bei einer regulären Magenspiegelung untersucht werden kann.

Mit Hilfe des Endoskopes wird nun Luft in den Magen eingeblasen, damit dieser sich entfaltet und damit besser zu untersuchen ist. Wenn nötig, können sofort mit kleinen Zangen Gewebeproben entnommen werden. Davon ist i. d. R. nichts zu spüren, weil die Magenschleimhäute schmerzunempfindlich sind. Therapeutische Eingriffe wie die Stillung von blutenden Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren und Krampfadern (Varizen) der Speiseröhre sind auch möglich.

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