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Gastroenterologie

Bauchspiegelung (Laparoskopie)

Das Wort Laparoskopie kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt Bauchspiegelung (laparos = Bauch, skopie = Spiegelung).

Die Internistische Mini-Laparoskopie ist die diagnostische Methode der Wahl, wenn es z. B. darum geht, unklare "Bauchschmerzen" zu diagnostizieren. Bei der Bauchspiegelung wird die Bauchhöhle von innen mit einem Laparoskop untersucht. Mit dieser Methode lassen sich die Leber mit der Gallenblase, die Milz und das gesamte Bauchfell genauer betrachten.

Mit einer Bauchspiegelung oder Laparoskopie sind Eingriffe wie die Entnahme von Gewebeproben im Bauchraum möglich. Sie erleichtert den Medizinern die Abklärung eines Tumorverdachts und hilft ihnen z. B. bei der Feststellung bzw. Bestätigung und Ursachenklärung einer Leberzirrhose.

Die Untersuchung

Vor der Untersuchung erhält der Patient eine Beruhigungs- und eine Schmerzspritze. Herz und Kreislauf werden währenddessen kontinuierlich überwacht. Nachdem die  Bauchhaut gründlich desinfiziert und an der Einstichstelle links oberhalb des Nabels örtlich betäubt wurde, wird durch einen nur sehr kleinen Schnitt von 2-3 mm Länge eine Kanüle eingeführt und bis in die Bauchhöhle vorgeschoben. Durch diese Kanüle strömt dann zur leichten Ausdehnung das Bauchraumes Lachgas ein, damit der Arzt eine bessere Sicht auf das Untersuchungfeld hat. Durch diese Kanüle wird danach ein sehr dünnes, sehr flexibles optisches Instrument eingeführt, mit dem sich der gesamte Bauchraum auf einem Monitor betrachten lässt. Es ist an der Spitze mit einer Kamera versehen, die über eine nur 1,9 mm große Optik verfügt. Für die Entnahme einer Gewebeprobe kann u. U. ein zweites, ebenfalls sehr dünnes Gerät in den Bauchraum eingeführt werden.

Durch die Mini-Laparoskopie ist es möglich, Patienten schonend und mit einem risikoarmen Verfahren gründlich zu untersuchen und gleichzeitig sehr sichere, für die Diagnosestellung entscheidene Befunde zu erhalten.